Infektionsdiagnostik in der Schwangerschaft

 

Infektionen die bei der werdenden Mutter auftreten, können zur Schädigung des Kindes führen. Da die Infektionen meist symptomarm verlaufen,können diese Risiken in einer Screnning-Untersuchung früher erkannt  und thapiert werden,sodaß keineefahr für die Schwangerschaft besteht.

  • Toxoplasmose
    Eine Toxoplasmoseinfektion wird durch den Erreger Toxoplasma gondii verursacht. Dieser Parasit tritt bei Katzen, Vögeln und Nutztieren auf. Durch Wind und Staub können auch andere Tiere sich infizieren aber auch der Mensch. Tritt die Toxoplasmose während einer Schwangerschaft erstmals auf dann ist dies gefährlich für das Ungeborene. Es können schwere Sehstörungen, Hörstörungen und Hirnschäden beim Baby aufreten. Der Erreger tritt durch die Plazenta (Mutterkuchen) über die Nabelschnur in den Kreislauf des Kindes. Eine frühzeitige Diagnostik ist notwendig um durch eine Antibiotikatherapie schwerwiegende Erkrankungen beim Neugeborenen zu verhindern.
  • Ringelröteln
    Normalerweise erfolgt die Infektion mit Ringelröteln schon in der Kindheit. Erfolgt die Erstinfektion der Mutter während der Schwangerschaft kann dies schwerwiegende Folgen haben. Während der Schwangerschaft wird der Virus über die Plazenta (Mutterkuchen) auf das Ungeborene übertragen. Dies hat zur Folge, dass beim Baby die blutbildenden Zellen in der Leber und im Knochenmark befallen sind und es somit zu einem Abfall der roten Blutkörperchen kommt, also eine schwere Anämie auftritt.
  • Windpocken
    Auch die Windpocken hat man normalerweise in der Kindheit durchgemacht. Auch in diesem Fall ist es sinnvoll vor der Schwangerschaft einen Immunstatus durchzuführen. Wenn sich eine Schwangere mit Windpocken infiziert sollte man ihr Immunglobuline verabreichen, geimpft werden darf nicht. Eine Windpockeninfektion kann zur Gefährdung des Kindes führen. Denn während der Schwangerschaft gelangen die Viren über die Plazenta (Mutterkuchen) zum Baby.
  • Infektion von B-Streptokokken
    B-Streptokokken können neben Infektionen bei der Mutter auch beim Neugeborenen zu schweren Infektionen führen. Eine frühe Form der Infektion äußert sich als Sepsis oder Pneumonie beim Neugeborenen. Der Verlauf kann dramatisch sein und zu einem septischen Schock führen. Mit neurologischen Langzeitfolgen muss gerechnet werden. B-Streptokokken kommen häufig im Geburtskanal vor.
    Wir führen in der 35.-37. SSW einen routinemäßigen Abstrich durch. Sollten B-Streptokokken nachweisbar sein, dann muss der Mutter während der Entbindung eine Antibiotikatherapie verabreicht werden.
  • CMV Infektion (Zytomegalie)
    Normalerweise verläuft die Infektion beim Menschen harmlos. Doch wenn sich die Mutter während der Schwangerschaft mit dem Virus infiziert ist dies besonders gefährlich. Es kann zu Fehlbildungen beim Kind kommen. Auch kann die Infektion über die Muttermilch erfolgen. Auch hier ist ein frühzeitige Diagnostik sinnvoll. Der Immunstatus kann mit einer Blutuntersuchung bereits vor der Schwangerschaft abgeklärt werden.